Die Rasse "Maine Coon"

 

Die Maine Coon gehört zu den ältesten, natürlich vorkommenden Katzenrassen in Nordamerika. Zu ihrer Entstehungsgeschichte gibt es ein Dutzend Mythen und Theorien.

Optisch nahe liegend, weil die am häufigsten vorkommende Farbe und Zeichnung der Maine Coon einem Waschbären ähnelt, - jedoch genetisch unmöglich! Dennoch gab diese Annahme der Katze ihren Namen: Waschbären aus Maine.

 

Herkunft und Geschichte

Es wird vermutet, dass die Rasse aus Verpaarungen von amerikanischen Kurzhaarkatzen und eingewanderte Langhaarkatzen entstanden ist, die mit englischen Seeleuten oder sogar schon mit den Wikingern nach Amerika kamen. Anfang 1900, als Perserkatzen in Amerika Mode wurden, verlor die Maine Coon an Popularität. Erst ab 1950 ändert sich das langsam und diese wundervolle Rasse erlangte immer mehr Beliebtheit!

Wesen und Charakter

Die Maine Coon beeindruckt durch ihre imposante Erscheinung und Größe, sowie ihren oft grimmigen Ausdruck, der im krassen Gegensatz zu ihrem lieblichen Wesen steht! Ihre leise eher piepsende Stimme passt nicht wirklich zu diesem Bild.

Generell unterhält sie sich gerne mit ihrem Menschen und gibt das für die Maine Coon typische Gurren von sich.

Trotz ihrer Größe ist sie sehr schnell und wendig und bleibt bis ins hohe Alter verspielt. Sie ist sehr neugierig und kreativ - auch apportieren viele von ihnen gerne.

Eine Maine Coon ist nicht nur dabei - nein sie ist meistens mittendrin :-)!
Coonies sind sehr gelassene Katzen - nichts bringt sie so schnell aus der Ruhe - auch ist ihre Toleranzgrenze sehr hoch.
Sie ist sehr anhänglich, verschmust und folgt einem auf Schritt und Tritt.
Eine besondere Eigenschaft der Maine Coon ist ihre Vorliebe für Wasser. Gerne wird mit dem tropfenden Wasserhahn gespielt oder die Spielzeugmaus im Wassernapf gebadet.

Coonies sind sehr soziale Tiere und brauchen unbedingt einen kätzischen Freund. Sie kommen sehr gut mit Hunden zurecht und es entstehen oft innige Freundschaften - einen Katzenkumpel ersetzt ein Hund jedoch nicht.

 

Maine Coons eignen sich sehr gut als reine Wohnungskatzen, vorausgesetzt man bietet ihnen viel Abwechslung und Spielmöglichkeiten.

 

Wenn man einer Katze Freigang erlauben möchte, sollte das gut durchdacht sein - es lauern da draußen unzählige Gefahren.
Eine tolle Möglichkeit ist gesicherter Freigang. Ein abgesicherter Balkon oder ein Freigehege bieten der Maine Coon Abwechslung und Frischluft, ohne Angst um sie haben zu müssen.

 

Haltung und Pflege

Wie jede Katze braucht auch die Maine Coon eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Obwohl sie zu den Halblanghaarkatzen gehört, ist ihr Fell relativ pflegeleicht. Regelmäßiges Bürsten vor allem während des Fellwechsels ist aber empfehlenswert.

 

Krankheitsanfälligkeiten

Die Maine Coon ist eine kräftige, gesunde und ursprüngliche Katze. Trotzdem kommen rassetypische Erkrankungen vor.

Ein verantwortungsvoller Züchter wird seine Tiere vor Zuchteinsatz auf Erbkrankheiten testen und regelmäßige Ultraschalluntersuchungen eines zertifizierten Kardiologen durchführen lassen.

 

Rassestandard:

Kopf-Form:
Breite modifizierte Keilform. Größe in Proportion zum Körper. Etwas länger als breit. Deutlich von den hoch angesetzten Wangenknochen abgesetzte Schnauze.

Augen:
Groß, leicht oval, erscheinen rund wenn weit geöffnet. Die von den Augenlidern geformte Öffnung ist leicht schräg und zeigt in Richtung des äußeren Ohransatzes. Weit gesetzt.
Farbe: Farbe in allen Tönen von grün und/oder gold. Kein Zusammenhang zwischen Fell- und Augenfarbe. Blau und odd-eyed werden bei weiß und particolor akzeptiert.

Ohren:
Groß, breit am Ansatz. Der äußere Ansatz ist im Vergleich zum inneren leicht nach hinten versetzt. Der äußere Ohrenansatz beginnt auf der Höhe des äußeren Augenwinkels. Die äußere Ohrenkanten zeigen leicht nach außen, jedoch nicht weiter auseinander als die Zeiger einer Uhr, die auf 11 h bzw. 1h stehen. Die Ohren sind ziemlich hoch am Kopf gesetzt, mit nicht mehr als einer Ohrenbreite Abstand länger in der Höhe als die Breite an der Basis beträgt, aber immer noch im Gleichgewicht mit der Kopflänge. Die mäßig spitze Ohrenform erscheint größer durch Lynxtips. Innere Ohrbehaarung reicht über die Außenkante der Ohren hinaus.

Kinn:
Breit und tief genug um die quadratische Erscheinung der Schnauze zu vervollständigen. Fest, in einer Linie mit der Oberlippe.

Schnauze: quadratisch

Profil:
Leicht geschwungene Stirn. Leicht konkave Kurve, die an der Nasenwurzel in eine ebene Nasenlinie ausläuft. Leichter Nasenbuckel bei Kitten erlaubt.

Körper:
Rumpf: groß, lang, massiv, rechteckig, gleiche Breite von Schultern bis zu den Hüften. Breite Brust. Gerader Rücken. Katzen sind in der Regel deutlich kleiner als Kater.

Knochenbau:
massive Muskulatur:schwer, kräftig.

Beine:
mittel lang, bilden mit dem Körper ein Rechteck.

Pfoten:
groß, rund, mit starken Büscheln.

Schwanz:
mindestens so lang wie der Körper, breit an der Basis und zu einer Spitze mit voller, fliesender Behaarung verlaufend.

Fell/Farbe/Muster:
Länge: Ungleich lang: kürzer an den Schultern, schrittweise länger werdend am Rücken und den Seiten. Langes, üppiges Fell in unterschiedlicher Länge an Bauch und Hosen. Schwanzhaar lang, voll, fließend. Halskrause entwickelt sich mit dem Alter stärker. Textur: Allwetter-Fell. Leichte Unterwolle gibt dem Fell Körper (Fülle), das Fell fällt jedoch weiterhin glatt. Nicht wattig
Farbe: Particolors müssen an allen 4 Füssen weiß haben.

Laut Rassestandard hat die Maine Coon eine ausgewogene, rechteckige Körperform. Der Kopf ist etwas länger als breit mit etwas konkavem Profil. Der Torso ist lang mit breiter Brust. Der buschige Schwanz ist mindestens genauso lang wie der Torso. Die Augen sind groß, rundlich und sehr ausdrucksstark. Maine Coons gibt es in vielen Farben (nicht Chocolate, Lavender, Amber, Caramel, Chinchilla, Cinnamon) und in allen Zeichnungen außer pointed. Auch die Augenfarbe ist vielfältig und reicht von grün, grün-orange bis hin zu blau und odd (ein blaues und ein oranges Auge) bei weißen und bi-color Maine Coons.

Der Rassestandard der Maine Coon erlaubt alle Kombinationen von Fell- und Augenfarbe. Das halblange Fell ist dicht, dick wasserabweisend und schützt gegen Nässe und Schnee. Am Rücken und Nacken ist es etwas kürzer. Der lange buschige Schwanz schützt die zusammengerollte Katze gegen Wind und Kälte. Die Ohren sind zum Kälteschutz innen an den Spitzen kräftig behaart (mit charakteristischem Luchspinsel). Die großen, runden Pfoten funktionieren im Winter wie Schneeschuhe.

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© Heidi Pichlbauer